Historisches

Hier finden Sie Informationen zur Historie des GEDO und des Oderbruches.

Friedrich der II. bei einer Besichtigungsreise



01. 1717 - Der erste Deichverband im Oberoderbruch

Schwere Hochwasserschäden zu Anfang des 18. Jhd. veranlassten König Friedrich Wilhelm I. (1688 - 1740) zu nachhaltigen Deichschutzmaßnahmen. Unter Leitung von Landbaudirektor Martin Friedrich Creutz ließ er bis 1717 einen durchgehenden Deich von Lebus bis Zellin (Czelin) aufschütten. Für dessen Aufbau und Erhaltung entwarf Creutz eine  Deichordnung, die am 23. Juni 1717 als "Teich- und Uferordnung für die Lebusische Niederung an der Oder" vom König erlassen wurde.
 
 
02. 1769 - Der erste Deichverband im Niederoderbruch
Der ausschlaggebende Grund zur Errichtung dieses Verbandes war die Tatsache, dass der Deich des Oberoderbruches bis Zellin nicht ausreichte, dem Oderbruch ausreichend Schutz bei Hochwasser des Flusses zu geben, andererseits benötigte der König Ländereien für eine Neubesiedlung. Die Ausführung zum Bau des Deiches erteilte König Friedrich II. ( 1712-1786) auch aus ökonomischen Gründen 1747. Durch Erlass der "Königlich Preußischen Teich- und Ufer- auch Graben- und Wegeordnung in dem auf beiden Seiten der Oder, zwischen Zellin und Oderberg belegenen neu bewalleten und urbar gemachten Nieder-Bruchs“ entstand der Deichverband im Niederoderbruch am 23. Januar 1769.
 
 
03. 1811 - 1873 Die Entwicklung der Deichverwaltung
Eine Änderung in der Deichverwaltung trat ab 1811 ein. Durch maßgebende Einflussnahme des preußischen Staates wurden die Rechte und Befugnisse der ritterschaftlichen Deputierten eingeschränkt. Damit sollte besonders durch die Einbeziehung der städtischen und bäuerlichen Miturteiler der genossenschaftliche Charakter in der Verbandsarbeit entwickelt werden.
 
 
04. Ab 1874 - Gründung von Unterdeichverbänden
Der Gerhardtsche Meliorationsplan begründete die Sonderpolderungen mit räumlich kleinen Schöpfwerken als die zuverlässigste Melioration für das Oderbruch.
 
 
05. Ab 1952 - Auflösung und Neubeginn
Am 31. Dezember 1952 wurde der Deichverband Oderbruch aufgelöst. Von 1953 bis 1990 übernahmen der VEB (Z) Wasserwirtschaft, die Wasserwirtschaftsdirektion, die staatlichen Meliorationsbetriebe und die Meliorationsgenossenschaften die Aufgaben der Gewässer- und Deichunterhaltung. Durch Beschluss der Mitgliederversammlung vom 27. Juni 1991 und durch Veröffentlichung der Satzung im Amtsblatt des Kreises Seelow wurde der Wasser- und Bodenverband Oderbruch wirksam errichtet.